Ja zu Fusionsverhandlungen

zäme gwönne

Die Gemeinde Emmen stimmt am 11. März 2012 über die Gemeinde-Volksinitiative ab, die Fusionsverhandlungen mit der Stadt Luzern verlangt. Die Abstimmung wurde möglich, nachdem unser Komitee «Ja zu Fusionsverhandlungen» im Sommer 2011 erfolgreich 1163 gültige Unterschriften sammelte.

Das überparteiliche Komitee mit aktiven Emmerinnen und Emmer setzt sich dafür ein, dass die Gemeinde Emmen diese einmalige Chance wahrnimmt und gemeinsam mit der Stadt Luzern die Strukturen einer möglichen neuen Stadtgemeinde erarbeitet.

Emmen profitiert von der neuen Ausgangslage

Die Stadt Luzern sagte am 27. November 2011 mit 62 % deutlich Ja zu Fusionsverhandlungen mit anderen Gemeinden. Adligenswil, Ebikon und Kriens sind aus dem Projekt «Starke Stadtregion» ausgestiegen. Dadurch werden einerseits die Verhandlungen wesentlich einfacher, ziel-gerichteter und kostengünstiger, da lediglich zwei Parteien (Gemeinderat von Emmen und der Stadtrat von Luzern) am Tisch sitzen und auf Augenhöhe verhandeln. Andererseits erhalten die Anliegen und Bedürfnisse der Emmerinnen und Emmer bei der Erarbeitung des Fusionsvertrages ein grösseres Gewicht.

Selbstbewusst in Fusions-verhandlungen gehen

Dank dieser neuen Ausgangslage kann Emmen gestärkt in Fusionsverhandlungen mit der Stadt Luzern eintreten. Das Komitee ist überzeugt, dass der Gemeinderat dadurch seine Verhandlungsziele vollumfänglich erreichen und für die Emmer Bevölkerung ideale Strukturen für die kommenden Generationen ausarbeiten kann.

Emmer Einwohner- und Gemeinderat empfehlen JA

Das Komitee ist erfreut über die Haltung des Emmer Gemeinderates und des Emmer Einwohnerrates. Beide empfehlen den Stimmberechtigten am 11. März 2012 ein JA zu Fusionsverhandlungen. Erfreut ist das Komitee ebenfalls von der Haltung des Stadtrates Luzern, welcher bereits jetzt wichtige Emmer Postulate (kein Ausbau des Militärflugplatzes zu einem zivilen Regionalflugplatz, Stärkung Quartiere) unterstützt.

Einmalige Chance mit vielen Vorteilen für Emmen

Die bereits erarbeiteten Grundlagen zeigen auf, dass die Vorteile einer Fusion klar überwiegen. Emmerinnen und Emmer profitieren mehrfach:

Tiefere Steuern
Im Falle einer Fusion wird der Steuerfuss auf das wesentlich tiefere Niveau der Stadt Luzern gesenkt. Die Emmerinnen und Emmer profitieren daher von tieferen Steuern, ohne dass Leistungen abgebaut werden. Denn durch das Zusammen-gehen von Luzern und Emmen wird die gemeinsame Stadt stark und noch attraktiver im Norden. Zudem werden durch die Nutzung von Synergien und einer gemeinsamen Verwaltung Kosten gespart.

Gemeinsame Verkehrslösungen
Die Gemeinde Emmen kämpft mit Verkehrsproblemen, sei es im Emmen Dorf, am Seetalplatz an der Gerliswil- oder der Erlenstrasse. Verkehrslösungen kann Emmen jedoch nicht alleine erarbeiten. Der Lebensraum der verschiedenen Gemeinwesen ist längst zusammengewachsen. Durch einen Zusammenschluss können die notwendigen Verkehrs-konzepte endlich gemeinsam erarbeitet werden.

Besseres Image und höhere Attraktivität
Die Marke Luzern ist weltweit bekannt. Auch die Emmerinnen und Emmer sowie namentlich das hiesige Gewerbe und Hauseigentümer sollen von dieser Marke profitieren. Eine Fusion würde die Emmer Wirtschaft beleben und neue Arbeitsplätze bringen. Zudem lassen sich Wohnbauprojekte und städtebauliche Planungen beispielsweise im Monosuisse- und Feldbreite-Areal rascher und besser realisieren.

Gestärkte Quartiere und Vereine
Mit einer aktiven Quartierpolitik in einem neuen Gemeinwesen werden die Quartiere in Emmen belebt. Sie bekommen dank der Fusion neuen Schub. Bestehende Strukturen und gut funktionierende Quartiervereine bleiben erhalten.

Mehr Mitsprache
Viele Projekte der Stadt Luzern betreffen die Emmerinnen und Emmer unmittelbar. So haben Verkehrsmassnahmen beim Schlossberg oder Ansiedelungen von Unternehmungen im Littauerboden auf den Verkehrsfluss in der Gemeinde Emmen grossen Einfluss. Im Falle einer Fusion hätte die Emmer Bevölkerung ein grösseres Mitspracherecht.